Auftaktveranstaltung "125 Jahre Schwerhörigenbewegung in Deutschland"
Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. (DSB) hatte zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Zuerst wurde, in Anwesenheit von Herrn Dusel, Behindertenbeauftragter der Bundesrepublik, eine Gedenktafel zu Ehren von Freifrau Margarethe von Witzleben, in der Tieckstr.17 in Berlin-Mitte, feierlich enthüllt.
Die Feierstunde fand ab 11.00 Uhr in der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund, Brüderstraße 11/12, Berlin, statt. Über das Jubiläumsjahr hat Frau Bundestagspräsidentin Julia Klöckner die Schirmherrschaft übernommen. Diese Würdigung unterstreicht einmal mehr die Bedeutung unseres Engagements für Menschen mit Hörbeeinträchtigung in den vergangenen 125 Jahren. Aus unserem Verein machten sich Heidrun Ruden, Annerose Höffl und Beate Schwemmer mit dem Zug auf den Weg nach Berlin, um an der Feierstunde teilzunehmen.
DSB Präsident Dr. Matthias Müller eröffnete die Veranstaltung und begrüßte ca. 100 geladene Gäste aus Selbsthilfe und Politik ganz herzlich. Als Überraschungsgast konnten wir Freifrau Margarethe vonWitzleben, alias Uta Dörfer, begrüßen. Sie berichtete von ihren Erfahrungen aus den Anfangszeiten der Schwerhörigenbewegung. Danach traten die Schüler und Schülerinnen der Margarethe-von-Witzleben-Schule mit einem kleinen Programm auf. Dieses hat allen Anwesenden gefallen und wurde mit entsprechendem Applaus gewürdigt.
Herr Dr. Müller ging in seiner anschließenden Festrede auf wichtige Punkte in der Geschichte der Schwerhörigenbewegung in Deutschland von 1901 bis heute ein. Danach sprach Herr Jürgen Dusel, seit 2022 der Beauftragte der Bundesregegierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, ein persönliches Grußwort. Darin hob er die beisherigen Leistungen der Schwerhörigenbewegung besonders hervor. Es folgten weitere Grußwörter von verschiedenen Vertretern aus Politik und von Verbänden. Musikalisch wurde diese Veranstaltung durch das Cello Duo Weber & Kordes musikalisch umrahmt.
Beim anschließenden Sektempfang und Stehimbiss kamen wir schnell ins Gespräch mit den Teilnehmern. Viele kennen wir seit Jahren und die Wiedersehensfreude war groß. Gegen eine Spende konnte man das Buch "Auch einsame Seelen können glücklich werden" von Hartwig Claußen und Uta Dörfer erwerben. Auch wir nutzen diese Möglichkeit und liesen uns in das Buch eine persönliche Widmung von Uta Dörfer eintragen.
Sehenswert war auch die historische Ausstellung vor Ort, die vom Schwerhörigenverein Berlin e.V. für das Jubiläumsjahr erstellt wurde. Wir fanden, es war eine würdige Auftaktveranstaltung für unser Jubiläumsjahr und waren sehr gern dabei.
Bilder und Text: Beate Schwemmer
















